Good Practice Juni 2018

Elterndelegierte als Bindeglieder zu Schule und Eltern

Der Primarstandort Isaak Iselin in Basel setzt erfolgreich um, was die Verordnung über die Kooperation zwischen Schule und Erziehungsberechtigen vorgibt. Zwei Elterndelegierte pro Klasse bilden den kulturell gemischt zusammengesetzten Elternrat, der im Schuljahr 2010/11 eingeführt wurde. Er sieht sich als Bindeglied zwischen Lehrpersonen und Eltern und bereichert die Schule und das Quartier mit zahlreichen Angeboten.

Die Schule umfasst 24 Primarklassen und 13 Kindergärten. Entsprechend gross ist auch der Elternrat, bei dem 62 Frauen und Männer mitwirken. Daraus ergibt sich ein grosses Potential und Netzwerk, das genutzt wird, wenn etwas für die Schule und die Kinder organisiert wird.

Das Engagement der einzelnen Delegierten und die wertschätzende Haltung der Schulleitung gegenüber dem Gremium tragen entscheidend zum guten Gelingen der Zusammenarbeit bei. Gemeinsam haben Elternrat und Schulleitung klar geregelt, wer welche Aufgaben übernimmt. Der Elternrat bearbeitet seine Aufgaben in verschiedenen Arbeitsgruppen, welche jährlich neu gebildet werden.

Die Schulleitung und das Präsidium des Elternrates klären zu Beginn des Schuljahres, bei welchen Arbeitsgruppen, Projekten und Ideen die Elterndelegierten die Schule unterstützen könnten. An der ersten Elternratssitzung werden diese Möglichkeiten vorgestellt und die Delegierten können sich entsprechend ihren Interessen eintragen. Sie können auch eigene Mitwirkungsthemen einbringen. Über deren Aufnahme ins Jahresprogramm entscheidet jedoch die Schulleitung.

Die einzelnen Delegierten halten den Kontakt zu den Eltern und Lehrpersonen ihrer Klasse. An den Elternabenden informieren sie über den Elternrat und nehmen übergeordnete Klassenanliegen auf. Diese fliessen dann in die Sitzungen des Elternrats ein, die fünf Mal pro Jahr stattfinden. Der erste Teil der Sitzung dient dem Austausch und der Information unter den Delegierten sowie mit der Schulleitung. Die Arbeitsgruppen haben dann im zweiten Teil Zeit, ihre Aufgaben zu bearbeiten und konkrete Aktivitäten zu planen.

So gibt es eine Gruppe, die regelmässig Quartierrundgänge organisiert und dabei den Kindern die Quartierbäckerei näherbringt, den Ausblick vom Turm der Antonius-Kirche ermöglicht und eine Besuch im Studio von Radio Basilisk arrangiert. Eine andere Gruppe kümmert sich um den Elternpool, der Schülerinnen und Schülern bei Referaten unterstützt. Und auch am Sonntag sind die Eltern aktiv. Sie übernehmen in den «offenen Turnhallen» die Aufsicht und das Elterncafe. Dieses Angebot wird nicht nur von den Kindern und deren Familien sehr geschätzt, auch Lehrpersonen mit ihren eigenen Kindern sind oft bei den offenen Turnhallen anzutreffen. Eine weitere Arbeitsgruppe engagiert sich für die Schulbibliothek, organisiert den Tag der offenen Tür und macht Vorschläge für Neuanschaffungen basierend auf den Bücherwünschen der Kinder.

Der Elternrat agiert ziemlich autonom. Das entlastet auch die Lehrpersonen, weil diese bei den Angeboten nicht involviert sind. Das ist ein bewusster Entscheid der Schulleitung: «Wir halten ihnen den Rücken frei, denn sie haben schon genug zu tun». Und trotzdem ist der Elternrat kein anonymes Gremium, erklärt die Co-Präsidentin «Durch die regelmässigen Anlässe und Sitzungen sind wir mittlerweile vertraut miteinander. Wir kennen viele Lehrpersonen und die Eltern vernetzen sich untereinander.»

Bei so viel Elan können Eltern, Kinder und Schule gespannt sein, wie sich die neueste Idee einer Eltern-Arbeitsgruppe entwickelt wird: Durch die Zusammenarbeit mit einer Basler Galerie regelmässig Kunstwerke der Kinder dort auszustellen und vielleicht zu verkaufen.

Wenn Sie nun mehr wissen wollen über das konkrete Engagement des Elternrates Isaak Iselin, melden Sie sich bei Matthias Meier und Pascal Steiger, Schulleiter der Primarstufe Isaak Iselin, Mail: matthias.meier@bs.ch / pascal.steiger@bs.ch / Telefon: 061 385 94 60.

Links 
Primarschule Isaak Iseli
Flyer Elternrat

Schulblatt Basel 3/2017 - "Elternarbeit" war gestern